Hilfsorganisationen begrüßen Gesetzesnovelle für Rettungsdienst und Katastrophenschutz

Die Landesverbände des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB), der Johanniter- Unfall-Hilfe (JUH) und des Malteser Hilfsdienstes (MHD) begrüßen die heutige Verabschiedung des Änderungsgesetzes durch den Niedersächsischen Landtag.
Besonders hervorzuheben ist die Aufnahme klarer gesetzlicher Regelungen für die Aus- und Fortbildung, Einsätze und Übungen der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer im Katastrophenschutzgesetz. Weiterlesen

Sirenen-Probealarm am 1. Juni um 12 Uhr

Dann Dauerton / Auch Katwarn-SMS werden getestet

Der Landkreis Leer hat jetzt alle im Kreisgebiet vorhandenen Sirenen auf digitale Steuerung umgestellt. Mit einem Probealarm am 1. Juni werden nun die Auslösung des Warnsystems und die aufgerüsteten Sirenen getestet. Zudem soll die Bevölkerung auf den Sinn und Zweck des Alarms hingewiesen werden.

Um 12 Uhr werden die Sirenen in einem auf- und abschwellenden Dauerton über 15 Sekunden, den einige noch als „Fliegeralarm“ kennen, ertönen.
Nachdem die militärische Bedrohungslage nach der Maueröffnung im Jahre 1990 weggefallen ist, hat der Bund die Unterhaltung der vorhandenen Sirenen aus Kostengründen eingestellt. Die Sirenen dienten in erster Linie der Bevölkerungswarnung im Verteidigungsfall. Mit der Auflösung des Ostblocks war diese Gefahr nicht mehr gegeben. Die vorhandenen Sirenen wurden den Landkreisen übereignet.

Während viele Landkreise die Sirenen abgebaut haben, ist der Landkreis Leer nach wie vor gut mit Sirenen versorgt, hat sie nach und nach auf digitale Steuerung umgestellt, um diese neben der Alarmierung der Feuerwehren beim Ausfall der „Stillen Alarmierung“ auch für die Warnung der Bevölkerung im Katastrophen- beziehungsweise Großschadensfall zu nutzen.

Einem Großteil der Bürger sind aber die Bedeutungen der Sirenenwarnungen nicht mehr bekannt, so Thomas Stamm, Leiter des zuständigen Ordnungsamtes. Zumal die Probealarme seit den 80er Jahren nur noch für die Feuerwehren erfolgt sind. Mit dem Probealarm sollen die Sirenensignale wieder in das Bewusstsein der Bürger gebracht werden.

Auch in anderen Teilen Ostfrieslands wird am 1. Juni die Auslösung der Sirenen geprobt. Zudem testen am gleichen Tag die Landkreise Aurich, Leer, Wittmund sowie die Stadt Emden das neue Katastrophenwarnsystem Katwarn, das die angemeldeten Empfänger über SMS und E-Mail warnt.

Bedeutung der Sirenensignale:
1. Feueralarm (3 Mal zu je 12 Sekunden)
2. Katastrophenalarm (auf- und abschwellender Ton über 15 Sekunden)
3. Entwarnung (Dauerton 60 Sekunden)

Für die Bevölkerungswarnung gilt der auf- und abschwellende Ton. Wenn dieser Warnton erfolgt, sollten im Ernstfall die Radiogeräte umgehend angeschaltet werden. Nähere Anweisungen erfolgen dann über die Radiosender (beispielsweise Fenster und Türen geschlossen halten). Etwaige weitere Ansagen können auch über Lautsprecherwagen erfolgen.

 

 

 

KATWARN ANMELDUNG

Es geht ganz einfach über eine SMS an die Nummer 0172/3554405 in Verbindung mit dem Stichwort „KATWARN“ und der Angabe des Postleitzahlgebietes für das die Warnung gilt. Ein Beispiel einer SMS-Anmeldung: “KATWARN 99999“ (99999 für die jeweilige Postleitzahl). Wünscht man zusätzlich eine Warnung per E-Mail, kann man einfach seine E-Mail-Adresse beifügen: “KATWARN 99999 hans.mustermann@mail.de“.

Achtung: Bitte ein Leerzeichen hinter KATWARN und Postleitzahl setzen, sonst funktioniert es nicht.