Geschwindigkeitskontrollen Oldenburg-Stadt/Ammerland

Die Polizeiinspektion Oldenburg-Stadt/Ammerland führt in der kommenden Woche an folgenden Orten Geschwindigkeitskontrollen durch:

Montag, 1. September 2014: Oldenburg, Alexanderstraße

Donnerstag, 4. September 2014: Torsholt, Torsholter Straße

Freitag, 5. September 2014: Ocholt, Godensholter Straße

Die Bundespolizei warnt vor Annäherung an die Bahnstromoberleitung.

Zwei 15-jährige Mädchen aus Bassum und Twistringen haben sich gestern Abend in Bassum einen lebensgefährlichen Aufenthaltsort ausgesucht: Die beiden sind über das Geländer der Fußgängerbrücke der Eschenhäuser Straße geklettert und haben sich auf die Plattform gesetzt. Darunter verläuft die 15.000 Volt führende Oberleitung der Bahnstrecke Bremen – Osnabrück.

In der Vergangenheit sollen sich immer wieder Jugendliche auf die Plattform gesetzt haben und ließen die Beine baumeln. Sie unterschritten den Sicherheitsabstand: So hätten sie einen lebensgefährlichen Stromschlag erhalten können.

Ein Passant meldete den aktuellen Vorfall der Polizei. Die Streife traf die Mädchen an. Die Jugendlichen und Ihre Eltern wurden eindringlich auf die Lebensgefahr hingewiesen.

Weiterhin entwickeln Züge einen starken Sog, so dass es möglich ist, von einem vorbeifahrenden Zug von der Plattform gerissen zu werden. Züge sind dort mit 200 km/h unterwegs.

Wirbelsturm Cristobal auf dem Weg nach Europa

Nach Wirbelsturm Bertha macht sich wieder ein Hurrikan auf den Weg nach Europa. Hurrikan Cristobal befindet sich derzeit vor der Ostküste Amerikas und wird von der “National Oceanic and Atmospheric Administration” (NOAA) einem der Wetterdienste der USA als Hurrikan der Stufe 1 auf der Saffir-Simpson Skala geführt. Anstatt in Richtung amerikanisches Festland weiter zu ziehen, bewegte er sich jedoch mit einer Geschwindigkeit von etwa 30 km/h eine nordnordöstliche Richtung. Im direkten Umfeld erreicht das Windfeld von Hurrikan Cristobal derzeit maximale Windgeschwindigkeiten von teilweise über 120 km/h. Dabei transportiert er vorderseitig sehr warme und feuchte Luft nach Norden. Auch auf seiner weiteren Zugbahn, die ihn den Prognosen zufolge an der Südspitze Neufundlands vorbei in Richtung Island führt, wird Cristobal voraussichtlich bis weit auf den Atlantik hinaus mit dem Status eines Hurrikans versehen bleiben. Dabei wandelt sich Cristobal jedoch zunehmend in ein außertropisches Sturmtief um. Damit lässt die Rotationsgeschwindigkeit des Systems etwas nach, sodass die Windgeschwindigkeiten zunächst bei “nur noch” um 100 km/h liegen sollten. Über das Wochenende hinweg wird er von der westlichen Höhenströmung eingefangen und nach Osten geführt. Damit verbunden nimmt die Verlagerungsgeschwindigkeit Fahrt auf. Durch zyklogenetische Prozesse (verstärkende Prozesse eines Sturmtiefs) kann zudem der Kerndruck weiter absinken. Für weiterreichende und detaillierte Informationen über die Umwandlung von Hurrikans in außertropische Sturmtiefs können Sie das Thema des Tages vom 9. August (“Die wandelbare BERTHA) lesen. In der Nacht auf Montag soll sich der ehemalige Hurrikan Cristobal mit einem Kerndruck um 970 hPa westlich von Island befinden. Bis dahin sind die Prognosen der deutschen Modellkette und des Globalmodells des Europäischen Zentrums für mittelfristige Wettervorhersage (ECMWF) bezüglich Intensität und Zugbahn noch nahezu identisch. Erst in der Folge nehmen die Unterschiede zwischen den Modellen wieder, teils deutlich, zu. Während im Globalmodell des Deutschen Wetterdienstes (GME) die ostwärtige Verlagerung von Cristobal durch ein ausgeprägtes und quasi stationäres Hochdruckgebiet über Skandinavien frühzeitig abgebremst wird und er nachfolgend an der Ostküste Islands vorbei nach Norden wandert, lässt das europäische Globalmodell (EZ) den ehemaligen Hurrikan weiter nach Osten bis zur Küste Norwegens vordringen, bevor er ebenfalls nach Norden eindrehen soll. Diese Differenzen haben jedoch keinen größeren Einfluss auf das Wetter in Deutschland. Lediglich für Skandinavien und dort vor allem für Norwegen sind die Modellunterschiede bezüglich der zu erwartenden Niederschlagsmenge und Windgeschwindigkeiten von erheblicher Bedeutung. Da Cristobal mit hoher Wahrscheinlichkeit das europäische Festland wesentlich weiter nördlich als der ehemalige Wirbelsturm “Bertha” trifft, bleiben West- und Mitteleuropa weitgehend von seinen Auswirkungen verschont. Stattdessen kann auf der Südflanke der Zugbahn von Cristobal das Azorenhoch weit nach Osten vordringen und teilweise sogar eine Brücke zum Russlandhoch bilden. Nachfolgend würde sich in weiten Teilen Deutschlands eine Wetterberuhigung durchsetzen. Lediglich im Umfeld der Ostsee sowie im Osten gibt es noch größere Unsicherheiten. Einige Modelle simulieren anfangs noch tiefen Luftdruck über Polen, der das Wetter in den benannten Regionen bis Mittwoch noch leicht wechselhaft lässt. Ab Mittwoch sollten nach derzeitigem Stand jedoch auch dort die sonnigen Anteile deutlich zunehmen. Allerdings würden die Temperaturen nicht im gleichen Maße ansteigen. Da das Hochdruckzentrum wohl über Dänemark (GME) bzw. Benelux (ECMWF) zu liegen kommt, würde sich eine östliche bis nordöstliche Strömung einstellen, die nur mäßig warme Luft nach Deutschland transportiert.

Veranstaltungsreihe zu Sicherheitsthemen – Präventionsrat bietet Vorträge für Interessierte ab 50 Plus an

Echt oder Fälschung? Wenn im September die neuen Zehn-Euro-Scheine in den Zahlungsumlauf kommen, ist es nicht nur für die jüngere Generation schwieriger, unter echten Scheinen Fälschungen zu erkennen. Auch älteren Menschen fällt es nicht leicht, den echten von einer „Blüte“ zu unterscheiden.

Um auch der Generation 50 Plus mehr Sicherheit und Selbstvertrauen zu geben, haben die Mitglieder des Präventionsrates der Stadt Norden im Rahmen einer Lenkungsgruppensitzung beschlossen, ein Veranstaltungsprogramm für ältere Menschen zu entwickeln. Darin sollen Informationen und Vorträge unter anderem zu den Bereichen Falschgeld, so genannten Haustürgeschäften und Kaffeefahrten gegeben werden. Auch Sicherheitsaspekte bezüglich älterer Menschen im Straßenverkehr wie unter anderem die sichere Nutzung von E-Bikes sollen bei der Vortragsreihe berücksichtigt werden. Gemeinsam mit den in den Themenbereichen bereits tätigen Norder Institutionen, Vereinen und Verbänden möchte der Präventionsrat das Sicherheitsgefühl für ältere Menschen der Stadt Norden verbessern.

Aber nicht nur die Initiierung neuer Veranstaltungsreihen standen auf der Tagesordnung der Lenkungsgruppensitzung des Präventionsrates. Die Mitglieder nutzten die Sitzung Ende Juli auch für eine Bestandsaufnahme erfolgreicher Projekte und der Erschließung weiterer möglicher Themengebiete.

So zeigten sich die Mitglieder unter dem Vorsitz von Nordens Bürgermeisterin Barbara Schlag erfreut über die Entwicklung der so genannten Parkplatzheizer-Problematik auf den Parkplätzen an der Gewerbestraße. Mehrfache Gespräche mit den Jugendlichen sowie Bußgelder in empfindlicher Höhe, die gegen uneinsichtige Fahrzeugführer wegen Lärmbelästigung verhängt wurden, haben dazu geführt, dass es im ersten Halbjahr 2014 auf den Parkplätzen relativ ruhig war. In diesem Zusammenhang berichtete auch der Leiter des Norder Polizeikommissariats, Ingo Brickwedde, von einer erfolgreichen Großkontrolle bezüglich tiefergelegter Fahrzeuge und Fahrsicherheit, bei der einige Fahrzeuge stillgelegt und Strafen bis zu 1000 Euro verhängt wurden. „Wir werden diese Kontrollen punktuell wiederholen“, sagte Brickwedde.

Handlungsbedarf sehen die Mitglieder des Norder Präventionsrates nach wie vor bei Gewaltdelikten unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Diskotheken und Jugendgaststätten. Die Mitglieder des Präventionsrates beabsichtigen, gemeinsam mit den Betreibern eine Grundlage zu schaffen, damit die Gewaltprobleme in Zukunft nicht mehr entstehen.

Eine Möglichkeit könnten so genannte Kooperative Hausverbote sein. Das bedeutet: Wird ein Diskobesucher auffällig und erhält sogar Hausverbot, werden die kooperierenden Diskotheken umgehend informiert und sprechen dem aggressiven Diskobesucher ebenfalls ein Hausverbot aus. Ziel des Projektes sei es, Gewaltdelikte zu verringern. Die Geschäftsidee der gewaltfreien Diskothek könnte sogar ein Qualitätssiegel werden, sind die Präventionsratsmitglieder überzeugt.

In aktualisiertem Gewand zeigt sich ab sofort auch die Homepage des Präventionsrates. Christian Reemts, der die Homepage ehrenamtlich betreut, hat gemeinsam mit Reinhard Simmuteit von der Norder Polizei die Inhalte auf den neuesten Stand gebracht. Besucher der Homepage können sich umfassend über die Arbeit des Präventionsrates informieren, Bilder und Artikel der letzten Projekte einsehen und etwas über Veranstaltungen erfahren. Zu erreichen die Homepage unter www.praeventionsrat-norden.de.

Im Rahmen der Präventionsratssitzung wurde auch der derzeitige Stand des HaLT-Projektes besprochen. Denn nach wie vor spielt Alkohol leider immer noch bei Jugendlichen eine erhebliche Rolle, wie Umfragen überall in Deutschland belegen. Aus diesem Anlass hatte der Präventionsrat bereits im Jahr 2012 das Projekt „HaLT – Hart am LimiT“ initiiert. HaLT ist ein Suchtpräventionsprojekt, das aus zwei Bausteinen besteht. Dazu zählt zum einen der reaktive Baustein, bei dem Jugendliche nach einer stationär behandelten Alkoholvergiftung mittels Gesprächen betreut werden, und zum anderen der proaktive Baustein, bei dem Alkoholexzesse und schädlicher Alkoholkonsum bereits im Vorfeld verhindert werden sollen. In diesem Zusammenhang ist eine Sozialpädagogin inzwischen mit präventiver Arbeit – insbesondere an Norder Schulen – tätig. Mit Erfolg: So läuft mit der KGS-Norden bereits eine gute Kooperation, bei der bereits mehrere Klassenworkshops zur Alkoholprävention unter dem Titel „Tom und Lisa“ durchgeführt wurden. Derartige Präventionsworkshops sollen auch anderen weiterführenden Schulen der Stadt Norden in der achten Jahrgangsstufe angeboten werden. Darüber hinaus wurde das HaLT-Projekt an einem Präventionstag der Conerus-Schule Norden vorgestellt.

Ermittlungserfolg – Russische Schockanrufer festgenommen

Am vergangenen Montag nahm die Polizei zwei Männer fest, die durch sogennante russische Schockanrufe in Osnabrück Geld erbeuten wollten. Die Männer hatten zunächst am Vormittag bei einem 82jährigen in der Weidnerstraße in Osnabrück angerufen und in russischer Sprache mitgeteilt, dass dessen Tochter dringend Geld benötigen würde, da sie in einen Unfall verwickelt sei. Der Rentner sagte dem Anrufer, er könnte ihm 1.000 Euro geben, woraufhin dieser das Geld abholen wollte, jedoch nicht erschien. Gegen Mittag fand ein erneuter Anruf bei einer 63Jährigen in der Straße Zum Schäferhof statt. Der Anrufer teilte ihr mit, dass die Tochter der Frau bei einem Treppensturz ein kleines Mädchen verletzt habe und hohe Behandlungskosten anstehen würden. Man einigte sich auf die Zahlung von 4.000 Euro, die der Anrufer abholen wollte. Als kurz darauf zwei Männer bei der Angerufenen erschienen, konnten sie von der Polizei nach verlassen des Hauses festgenommen werden. Zuvor brachten intensive Ermittlungen die Beamten auf die Spur der Täter.

Mehrfach wurde durch die Polizei in der Vergangenheit auf diese Betrugsform aufmerksam gemacht. Ziel der Betrüger ist es, an Geld zu gelangen und dies versuchen sie über gezielte Anrufe bei älteren Mitbürgern. Die Telefonnummern suchen die Täter im Internet oder Telefonbuch. Der Polizei sind bislang zwei Methoden bekannt, bei denen russisch sprechende Bürger angerufen werden. Entweder geben die Täter an, der Sohn oder die Tochter des Angerufenen, habe bei einem Verkehrsunfall ein kleines Mädchen bzw. eine Frau angefahren. In der anderen Variante wird dem Angerufenen mitgeteilt, dass der Sohn oder die Tochter auf einer Treppe mit einem kleinen Mädchen bzw. einer Frau zusammengestoßen und anschließend schwer gestürzt sei. Bei beiden Methoden wird angegeben, dass hohe Behandlungskosten anstehen würden und diese nun von den Betroffenen beglichen werden müssen, entweder mit Bargeld, Schmuck oder sonstigen Wertgegenständen. Dann wird telefonisch eine Zeit vereinbart, bei der das Geld abholt wird und unmittelbar nach dem Telefonat klingelt es an der Tür und der angebliche Abholer ist da.

Trotz des Ermittlungserfolges weist die Polizei nochmals ausdrücklich daraufhin hin, dass Betroffene misstrauisch gegenüber Anrufern sein sollten, die sich als Bekannte oder Verwandte ausgeben aber eigentlich unbekannt sind. Weiterhin sollten telefonisch keine Geldgeschäfte vereinbart werden oder Angaben über das eigene Vermögen gemacht werden. Geld und Wertgegenstände sollten niemals an Fremde oder unbekannte Verwandte herausgeben werden. Betroffene sollten sich Rat bei der Familie oder Vertrauenspersonen holen und im Zweifelsfall umgehend die Polizei unter 110 über den Sachverhalt informieren, auch wenn sie schon Opfer geworden sind.