Öffentlichkeitsfahndung nach Martina van Zwoll und Thomas Breit – Nachtragsmeldung

Leer/Emden – Die Polizeiinspektion Leer/Emden fahndet aktuell (14:30 Uhr) noch immer deutschlandweit nach der 27-jährigen Martina van Zwoll. Frau van Zwoll verließ am 04.08.2014 mit ihrer zwei Tage alten Tochter und einem 30-jährigen Begleiter, namentlich Thomas Breit, das Klinikum Leer und ist auch derzeit noch unbekannten Aufenthalts.

Weitergehend möchte die Polizeiinspektion Leer/Emden zur Medieninformation des Klinikums Leer richtigstellend angeben, dass gegenüber zwei Beamten der Polizeiinspektion Leer/Emden, sowie weiteren hiesigen Behördenvertretern durch die dort Verantwortlichen die Begrifflichkeit "Frühchen" ausdrücklich verwendet wurde. Der Leiter der Polizeiinspektion Leer/Emden, Polizeidirektor Johannes Lind, hat einen Verantwortlichen des Klinikums Leer in einem persönlichen Telefonat darum gebeten, die Pressemitteilung des Klinikums Leer zu korrigieren.

Ungeachtet dieser Tatsache und sowohl auf die Ermittlungen als auch die Gesamtumstände des Falles bezugnehmend, bleibt eine mögliche akute gesundheitliche Gefährdungslage für das Kind nach wie vor bestehen. Die Polizei geht weiterhin von einer Lebensgefahr für das Kind aus. Somit werden auch alle polizeilichen Maßnahmen, welche zum Auffinden der vermissten Personen führen könnten, fortgeführt.

Im Rahmen der Öffentlichkeitsfahndung haben sich bereits diverse Hinweisgeberinnen und Hinweisgeber an die Polizeiinspektion Leer/Emden sowie weitere Polizeidienststellen gewandt.

Allen Hinweisen gingen die zuständigen Ermittler gleichermaßen mit hoher Intensität nach. Die Überprüfungen von möglichen, mitgeteilten Aufenthaltsorten wurden am heutigen Tage, als auch zur Stunde durchgeführt. Hierbei erfolgt eine enge Abstimmung mit dem zuständigen Jugendamt sowie weiteren Behörden.

Die Polizeiinspektion Leer/Emden appelliert zudem an die Mutter des Kindes, Frau Martina van Zwoll, sich im Sinne des Kindes dringend mit den zuständigen Behörden in Verbindung zu setzen und so auch eine mögliche zukünftige gesundheitliche Gefährdung des Kindes auszuschließen.

Im Rahmen der Ermittlungen weist die Polizeiinspektion Leer/Emden alle Nutzerinnen und Nutzer sozialer Netzwerke darauf hin, dass gegebenenfalls relevante Postings und Kommentare unter Fahndungsaufrufen und Medienveröffentlichungen polizeilich überprüft und strafrechtlich verfolgt werden. Entsprechende Daten wurden gesichert.

Die Polizeiinspektion Leer/Emden bittet auch weiterhin dringend um Hinweise zum Aufenthaltsort der gesuchten bzw. vermissten Personen. Hinweise bitte an die Polizeiinspektion Leer/Emden unter 0491/976900 oder jede andere Polizeidienststelle.

Martina van Zwoll

Internationale Kfz-Fahndungsaktion “Paso del Estrecho” in Algeciras/Spanien

Wiesbaden – In der Zeit vom 28.07. bis 01.08.2014 kontrollierte ein Team von internationalen Polizeikräften an den spanischen Fährhäfen in Algeciras und Tarifa bei einer groß angelegten Fahndungsaktion nach Marokko ausreisende Kraftfahrzeuge. An der unter der Leitung der spanischen Polizeibehörden durchgeführten Aktion mit dem Namen "Paso del Estrecho" hat sich auch die von IKPO-Interpol eingerichtete Task Force "Stolen Motor Vehicle" mit 28 Kfz-Experten aus Österreich, Schweden, Frankreich, den Niederlanden, Italien, England und Deutschland beteiligt. Die deutsche Expertengruppe setzte sich aus Angehörigen der bayerischen Landespolizei, der Bundespolizei und des Bundeskriminalamts (BKA) zusammen. Im Verlauf der Maßnahme wurden rund 5.000 Kraftfahrzeuge kontrolliert. Mehr als 20 zumeist hochwertige Fahrzeuge konnten Diebstählen in verschiedenen europäischen Staaten zugeordnet und sichergestellt werden. Sie sollten über die Schengen-Außengrenze nach Marokko und weiter in andere nordafrikanische Staaten verbracht werden.

BKA-Präsident Jörg Ziercke: "Die Ergebnisse dieser internationalen Fahndungsmaßnahme unterstreichen die Bedeutung derartiger Kontrollen an den Außengrenzen des Schengen-Gebietes. Dank der guten Zusammenarbeit der eingesetzten Experten verschiedener Nationen konnten nicht nur zahlreiche gestohlene Fahrzeuge gesichert sondern zugleich die Bedeutung dieser Route für die international organisierte Verschiebung von Kraftfahrzeugen belegt werden."

Weitere Informationen zu der Fahndungsaktion "Paso del Estrecho" können Sie auf der Homepage von Interpol (www.interpol.int) nachlesen.

Einzelheiten zum Thema Kfz-Kriminalität sowie die Lagebilder der letzten Jahre finden Sie auf der Homepage des BKA unter www.bka.de bei Themen A – Z / Kfz-Kriminalität.

Symbolbild