Einmal Deichbrand mit Pressebändchen und Fotopass zum mitnehmen bitte!

Ein Festival aus einer anderen Sicht der Dinge zu erleben war mir beim Hurricane, durch das Lotsen – Projekt 24/5, schon gelungen. Doch diesmal hatte ich das Glück, dass ich durch meinen Papa die Möglichkeit bekam weitere Bereiche zu erkunden, die andere Festivalbesucher nicht haben. Natürlich konnte ich mir dieses Angebot nicht entgehen lassen. Ein Festival mit meiner Clique, rund 35.000 anderen Feierwütigen, Musik von tollen Bands live vor der Bühne oder im Camp vom USB-Stick, interessanten oder auch aberwitzigen Gesprächen, lustigen Gestalten, geilem Wetter, die Chance Fotos aus dem Graben vor der Bühne zu machen und danach einen Bericht, zum Deichbrand 2013, der etwas anderen Art zu schreiben? Genau mein Ding!

DEICHBRAND

Die Euphorie und Vorfreude war nicht mehr zu bremsen. Die letzten Einkäufe waren erledigt und ich musste nur noch einmal schlafen bis es endlich in das beschauliche Dorf Wanhöden ging. In dieser Nacht war einfach nicht an Schlaf zu denken. Am Donnerstag ging es dann 10.00 Uhr los. Wir (Freunde und ich) fuhren mit dem Auto zu einem Parkplatz der auf dem Weg lag und haben auf den Rest unserer Truppe gewartet. Welch freudige Begrüßungen. Manche haben sich im vorherigen Jahr zum Deichbrand zuletzt gesehen. Wir waren eine Truppe von 18 Leuten und fuhren im Konvoi weiter zum Festival. Unterwegs sahen wir einige andere die ebenfalls, wie wir, voller Freude und Spaß in ihren Autos per Hupkonzert auf dem Weg dorthin waren. Nach nur 2 Stunden fahrt und einer reibungslosen Einfuhr auf den Wohnmobilstellplatz hieß es erst mal jubeln und dann Zelt aufbauen. Wir hatten zudem einen großen Pavillon, unter dem wir alle gemütlich auf unseren Campingstühlen und an Bierzeltgarnituren platz finden konnten. Die Sonne schien und alle Aufbauarbeiten waren erledigt. Die Musik strömte aus unseren Boxen und animierte uns zu der ersten Runde Flunkyball. Nach getaner Arbeit , ja für einige kann so eine Runde Bier-Ball Spiel sehr anstrengend sein, gingen wir los um unsere Festivalbändchen zu holen .

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Schon hier sah ich den Grund warum ich Festivals für mich lieben gelernt habe.

 

Am Nachmittag kamen 4 weitere Freunde in unser Lager, auch hier war die Vorfreude auf ein grandioses Wochenende nicht zu übersehen. Es ist schon erstaunlich welch Begeisterung in jedem Einzelnen steckt. Die Begrüßungen sind so herzlich. Wir hatten eine Gruppe junger Leute gegenüber von unserem Camp. Sie waren auch super drauf und offen. Somit war der Grundstein für gute Nachbarschaft gelegt. Ich finde es schon wichtig, dass man mit den Leuten die um einem herum „wohnen“ gut auskommt und auch mal zusammen feiern kann. Immerhin sieht und hört man sich 4 Tage fast 24 Stunden lang. Der Weg zum Einlasszelt füllte sich immer mehr und die Menge konnte auf die Campingplätze .

 

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Dort angekommen ging es auch hier erst mal mit dem Zeltaufbau los. Später am Abend ging ich zum Red Bull Tourbus, hier traten gerade MEGA!MEGA! auf und haben den Bus gerockt ! Ich ging auch in das schon geöffnete Infield um zu sehen was es wieder für viele Leckeren an diesem Wochenende gibt.

 

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Der erste Abend ging mit Musik, Bier und viel Lachen zu Ende.

 

Freitag hieß es dann erst mal duschen gehen. Natürlich kalt, es ist ja schon Luxus überhaupt etwas Körperhygiene zu betreiben. Also Augen zu und durch. Bei Wind und ein paar Sonnenstrahlen wollte ich endlich mal den WoMo- Stellplatz erkunden. Es gibt immer wieder neue und interessant aufgebaute Camps, schicke Busse und viel handwerkliches Geschick zu sehen.

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Der Hello Kitty Wohnwagen ist mittlerweile von keinem Festival mehr wegzudenken.

 

 

Um 17 Uhr war es dann endlich soweit, die erste Band die ich sehen wollte spielte und ich konnte die Chance nutzen sie so nah wie kaum ein anderer zu sehen. Ich stellte mich fein in die Reihe mit vielen Fotografen von verschiedensten Presseagenturen. Plötzlich ging alles ganz schnell, die Security gab uns das „GO“ und wir konnten direkt vor die Bühne, Bilder machen und den Konzertbeginn genießen. Nach tobendem Applaus traten alle Bandmitglieder von Bosse auf und begannen uns die Stimmung noch mehr zu versüßen. Ich fand, dass alle Harmonie ausstrahlten und somit dem Publikum ein Lächeln aufs Gesicht zauberten. Als der Titel „So oder So“ des aktuellen Album „Kraniche“ gespielt wurde tobte die Menge. Alle sangen mit, tanzten und man merkte wie jeder einzelne den Text für sich fühlte. Dieses Gefühl zwischen Band und Publikum zu stehen und diese Vibes zu erleben war unbeschreiblich schön. Somit hatte dieses Pressebändchen schon meine ganzen Erwartungen übertroffen.

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Das ungemütliche Wetter und die nassen Haare vom Morgen rächten sich gegen Abend bei mir. Eine Erkältung kam mit großen Schritten auf mich zu. Ich verbrachte also lieber den Abend in meinem Camp, denn auf das ganze Wochenende wollte ich auch nicht verzichten. Natürlich ärgere ich mich jetzt noch über die verpassten Bands, aber gesund werden war mir dann doch wichtiger.

 

Die ersten Sonnenstrahlen am Samstagmorgen versprachen schon heiße Aussichten. Es reisten weitere Freunde an, die mit uns ein schönes Wochenende verbringen wollten. Ein Pärchen blieb zwar nur einen Tag, aber genau dieser Tag war etwas worauf sie sich schon lange freuten. Die Jungs unserer Truppe bauten eine Torwand auf und bolzten herum. Es lief die trashigste Musik der 90er Jahre. Wir tanzten, sangen und jubelten. Wir lagen auf der Wiese und sonnten uns, spielten Karten und Tischtennis. Ab und zu kamen Wasserpistolen zur Abkühlung zum Einsatz und natürlich floss auch das ein oder andere Bier durch die Kehlen. Am Nachmittag gingen wir ins Infield um uns ein paar Bands anzusehen. Den Anfang machten Bush für uns. Der Titel “The Chemicals Between Us“ war mein persönliches Highlight.

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Die Zeit für Kraftklub war gekommen. Der Platz vor der Bühne war mehr als voll. Die Jungs haben eine Bombenstimmung gemacht. Selbstverständlich gaben sie auch ihren Titel „Songs für Liam“ zum Besten. Es war der Knaller, alle sangen und sprangen, jubelten und tanzten. Es war Gänsehautfeeling pur. Auf deutsch: Sie haben den Deich gerockt!

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Der Headliner der Abends waren die Sportfreunde Stiller auf der Fire Stage. Sie gaben die neusten Hits ihres aktuellen Album „NEW YORK, RIO, ROSENHEIM“ und alte Klassiker zum Besten.

 

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Im Palastzelt gab es am Abend elektronische Tanzmusik. Darauf habe ich mich persönlich sehr gefreut. Angefangen haben Lexy & K-Paul. Ich habe die Jungs jetzt das dritte mal gesehen. Ihre Show war wieder sehr Publikum auffordernd und mit „Freak“ haben sie das Zelt zum kochen gebracht. Ein grandioser Gig wie ich es gewohnt bin. Der, bislang mir nur durch das Internet bekannte, Musikproduzent Peer Kusiv hatte danach sein Mischpult in der Mangel. Das was er zum Besten gab war einfach unbeschreiblich schön. Seine Musik floss durch die Menge und bewegte alle zum tanzen. „Natur und Techno“ sein aktuelles Album ist nur zu empfehlen. Für mich eines der Highlights! Danke dafür. Die Nacht wurde zum Tag und gegen 6 Uhr habe ich mich mit positiven Eindrücken schlafen gelegt.

 

Den Sonntag verbrachten wir bis Nachmittag alle gemütlich in unserem Camp. Wir haben gegrillt, getrunken und gefeiert. Leider ist Sonntag auch immer der letzte Tag des Festivals und somit herrschte doch eine gewisse Wehmut. Dieses Miteinander. Diese Harmonie unter allen. Ein Traum. Abends gingen wir wieder ins Infield um den Festivalabschluss mit Bands, 35000 anderen Feierwütigen und der Sonne zu erleben.

 

Die Band Madsen stand in der glühend heißen Sonne und feierte mit den Fans zu ihren Songs. Mit „Lass die Musik an“ und „Die Perfektion“ haben sie alle zum Mitsingen und Tanzen bewegt. Sie haben eine Klasse Show zum Besten gegeben. Später gab es als Highlight noch eine Autogrammstunde für die Fans. Selbstverständlich war der Andrang groß. Die 4 Jungs haben für jeden einen netten Spruch gehabt und für die ein oder andere gab´s auch ein Augenzwinkern.

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Das Abschlusskonzert spielten Die Toten Hosen. Das komplette Infield war gefüllt. Bei Liedern wie „Schrei nach Liebe“ oder „ Hier kommt Alex“ hatte sogar ich ein wenig Gänsehaut als die Menge mit gesungen hat.

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Ich ging alleine zu unserem Camp zurück bevor das Konzert zu Ende war. Ich wollte gerne dieses grandiose Festival für mich alleine Revue passieren lassen. Also setzte ich mich auf einen Campingstuhl und genoss die Einsamkeit. Plötzlich wurde es doch lauter als erwartet. Ein wunderschönes Feuerwerk erstreckte sich über den dunklen Himmel. Formen und Farben die ich noch nie gesehen habe. Fast 5 Minuten ging dieses Schauspiel. Es war traumhaft schön. Als es zu Ende war hörte ich die Massen vom Festivalgelände jubeln. Der Perfekte Abschluss.

 

Montag morgen war von Freude nicht mehr viel zu spüren. Wir packten unsere Zelte zusammen, räumten die Autos ein und verabschiedeten uns. Bei mir war wohl ein großes weinendes und kleines lachendes Auge dabei. Diese drückende Stimmung blieb auch auf dem Heimweg. Die Wagen die wir auf dem hinweg auf der Autobahn gesehen haben waren nun auch wieder da. Nur die Stimmung der Leute war wie bei uns, auf dem Nullpunkt. Keiner jubelte oder hupte. Zuhause angekommen sitze ich nun hier und schaue mir die Bilder an die ich so gemacht habe. Lächeln macht sich wieder breit, aber das Schreiben fällt mir teilweise eher schwer. Irgendwie fühlt man verschiedene Situationen nochmal, nur diesmal vor der Tastatur und nicht der Band, Person oder dem Moment. Ich danke allen die mit mir dieses Deichbrand Festival zu dem gemacht haben was es jetzt in meinem Herzen und meinem Kopf ist. Traumhaft schön, lustig, interessant, intensiv, kontaktfreudig, emotional, tanzfreudig, redselig, laut, lachend, weinend und frei.Dieses Deichbrand hat mir mal wieder gezeigt warum es sich lohnt es zu besuchen. Es gibt für diese 3 Tage keinen Gedanken an den Stress, der uns im Alltag den Nerv raubt. Die Realität wird einfach mal in den Hintergrund gestellt und man genießt einfach alles anders und intensiver als sonst. Egal wo du hinschaust sind fröhliche Gesichter. Die Leute winken sich beim vorbeigehen zu. Überall hört man die verschiedenste Musik und es sitzt keiner starr auf seinem Stuhl. Lustige und auch einfallsreiche Kostüme oder Verkleidungen sind normal. Keiner muss sich Gedanken machen ob es gut aussieht oder passend ist. Security, Reinigungspersonal, Crewmitarbeiter, Sanitäter und auch die Polizei machen ihren Job mit viel Spaß und sind auch für einen Witz zu haben. Man merkt, dass auch sie dieses Deichbrand genießen. Aber auch die umliegenden Anwohner haben ein ganz besonderes Wochenende. Sie bieten verschiedene Lebensmittel und Getränke zum Verkauf an. Man konnte dort gemütlich gegen Gebühr duschen. Es gab auch Kaffee und Tee. Viele Festivalbesucher verbringen den halben Tag bei Biggis und Co. Einige von ihnen gehören schon fast zur Familie und müssen dann auch mal für 1-2 Stunden in der Cocktailbar aushelfen. Es ist auch hier zu sehen, dass dieses Lebensgefühl einfach nur Freude bereitet. Paare und Gruppen im Alter von 50 Jahren, richten Slow Motion Zonen ein. Väter gehen mit ihren Söhnen zu den Broilers und Mütter mit ihren Töchtern zu Mrs. Greenbird. Jede Altersgruppe ist vertreten.

Neben Festival- und Band Merchandising findet man auch kreative, soziale und gemeinnützige Infostände wie zum Beispiel skate-aid , Viva con Aqua und Sea Shepherd. Spenden sammeln und Mitglieder werben stehen hier im Mittelpunkt. Aber auch auf dem Campinggelände wurde fleißig die Werbetrommel geschlagen. Mit dem Slogan „Der FestiWal ist ein Tier, das in uns allen steckt.“ machen die Verantwortlichen drauf aufmerksam das wir alle aus einem Grund zusammen auf dem Festival sind. Dem Gefühl der Freiheit. Ein einfacher Aufkleber kann halt Wunder bewirken.

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DICH MAG ICH! ist ein Projekt, dessen einziger Zweck die Selbsterhaltung und Verbreitung “guter Laune” ist. Egal wo und wann man diesen Satz auf dem Gelände sieht, man muss lächeln. Und das ist bekanntlich der Schlüssel zum Glück!

Jeder weiß, dass die Gemeinschaft und der Zusammenhalt sehr wichtig ist. Das im Zusammenhang auch die Gesundheit im Vordergrund steht wird deutlich wenn man sich mit dem FLUGKRAFT. Fotoprojekt auseinander setzt. Spenden sammeln in Verbindung mit einem Armband. Werde schnell Teil der Kette gegen Krebs.

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Das Einzige was mir wie immer und überall einen sehr bitteren Nachgeschmack hinterlässt ist das riesige Müllaufkommen. Pavillons, Zelte und alles was man sich vorstellt bleibt einfach zurück. Kaputt getretene Grills, zerpflückte Klamotten, mittlerweile verdorbene Essensreste und zerbrochenes Glas. Das Gelände sieht Montags aus wie eine Geisterstadt. Fasst euch an die Nase und schiebt es nicht auf den Nachbarn oder die Festivalorganisation. Es ist Müll den wir verursachen und auch wieder beseitigen sollten. Wir wollen ein fröhliches und harmonisches Festival, dann lasst auch die Camps danach aussehen.

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Bis Nächstes Jahr

eure Alexandra

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Ein Kommentar

    Presseverteiler im Auftrag der Emslandpresse

    Ein super Bericht liebe Alexandra ; weiter so

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