Verkehrsunfall mit neun Verletzten im Emstunnel

Bericht von Dominik Janßen
Neun, zum Teil schwer verletzte, Personen mussten nach einem Verkehrunfall im Emstunnel durch Feuerwehr und Rettungsdienst aus ihren Fahrzeugen befreit werden. Vier PKW und ein LKW waren verunglückt,so das Senario dieser Einsatzübung.

Leer/Jemgum – Es war eine Übung für alle beteiligten am Vormittag des 17. Septembers. Um kurz nach 10 Uhr wurde durch eine Rettungsniesche im Tunnel Feueralarm ausgelöst. Die Tunnelwarte erkannte das Unglück auf den Monitoren. Die Meldung läuft in diesem Moment in der Feuerwehr und Rettungsleitstelle auf, am Tunnel werden alle Sicherheitseinrichtungen aktiviert. Eine sofortige Vollsperrung beider Fahrtrichtungen wird mittels Ampel und Schrankenanlage ausgelöst. Die Automatischen Lautsprecherdurchsagen vor und im Tunnel geben den hinter der Unfallstelle stehenden Fahrzeugführer anweisungen zum richtigen Verhalten in drei Sprachen. Die Beleuchtung in beiden Tunnelröhren wird sofort auf 100% hochgefahren. In der Einsatzleitstelle wurde inzwischen gemäß der Alarm und Ausrückordnung alarmiert. Die Feuerwehren Leer, Bingum, Holtgaste Jemgum und der Einsatzleitwagen aus Loga ware per Melder und Sirene angefordert worden. Über eine der vielen Kameras im Tunnel war nun auch erkennbar was passiert war. Ein schwerer Unfall unter Beteiligung eines LKW und vier PKW hatte den Einsatz ausgelöst, aus zwei Fahrzeug stieg Rauch auf. Wie viele Verletzte es tatsächlich gibt war aus der Warte nicht zu erkennen. Die Leitstelle wurde über die neuen Erkenntnisse informiert und alarmierte daraufhin die SEG des Deutschen Roten Kreuzes. Die ersten Einsatzkräfte an der Einsatzstelle stellten fest, dass es neun zum Teil schwer verletzte und noch eingeklemmte Patienten gab. Mit schwerem Rettungsgerät und unter Atemschutz wurde die Personen befreit und die rund 400m aus dem Tunnel heraus getragen und gefahren und dann draußen weiter versorgt. Die Feuerwehr Jemgum brachte zur Sicherheit und um im Brand schneller reagieren zu können, das LUF60 in Stellung. (Um den Künstlichen Nebel möglichst lange zu erhalten wurde es aber nicht eingesetzt)
Die Funkverbindung zwischen der Leitstelle und den Helfern vor Ort wurde von der Technischen Einsatzleitung sicher gestellt, auch die Informationen des Rettungsdienstes wurde über die TEL an die Leitstelle weitergegeben. Der Logistikzug des Landkreis Leer kümmerte sich inzwischen um die Verpflegung der Einsatzkräfte. Für das Mittagessen wurden Tische und Bänke in der Autobahnmeisterei aufgebaut. Nach der Übung konnte die Einsatzkräfte hier eine leckere Erbsensuppe zu sich nehmen.
Organisiert wurde die Übung von den Führungskräften der Stadtfeuerwehr Leer und der Gemeindefeuerwehr Jemgum. Die Autobahnmeisterei und die zuständige Straßenverkehrsbehörde waren von Anfang an in die Planungen eingebunden. Bewusst wurde sich dafür entschieden eine Übung und realen Bedingungen durchzuführen und nicht die nächste Wartung abzuwarten. So konnte auch festgestellt werden wie sich der Verkehr bei einer plötzlichen Vollsperung verhält. Des Weiteren schreibt eine Europäische Richtlinie alle 4 Jahre eine Übung unter realen Bedingungen vor. Bei einer Abschlißenden Manöverkritik zeigten sich Jemgums Gemeindebrandmeister Schmidt und Leers stellv. Stadtbrandmeister Jann Dosje sehr zufrieden. Die Übung sei sehr gut verlaufen, kleine aufgefallene Mängel werden besprochen und für die Zukunft abgestellt. Rund 80 Einsatzkräfte waren an der Übung beteiligt. Gegen 12:30 Uhr war der Tunnel wieder geräumt und die Vollsperrung aufgehoben. Die Staus auf den Umleitungsstrecken lösten sich dann langsam wieder auf.

Bilder auf http://www.kreisfeuerwehr-leer.de/presse/211presse1709tunnel.php4

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